Historie

Zur Geschichte der Lokalen Aktionsgruppe Wittenberger Land LEADER/CLLD

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Wittenberger Land“ für die Leader-Phase 2007-2013 war aus der gleichnamigen LAG im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ hervorgegan­gen. Im Sept. 2014 konstituierte sich die Aktionsgruppe neu für die CLLD/LEADER-Phase 2014-2020. Sie ist als Initiativgruppe organisiert und verfügt über eine Geschäftsordnung. Die Gruppe basiert auf den bottom-up-Prinzipien der Europäischen Union und garantiert die gleichberechtigte Mitgliedschaft aller Partner. Ihr gehören über 50 Mitglieder an. Die Entscheidungsebene der Aktionsgruppe ist die Mitgliederver­sammlung. Zwischen den Mitgliederversammlungen führt der Vorstand die Gruppe. Die LAG wurde bis Ende 2014 von einem Leader-Management unterstützt.

Rechtsverhältnisse im Sinne der Verwendung öffentlicher Mittel entstehen zwischen den Bewilligungsbehörden und den juristisch handlungsfähigen Trägern von Leader-Vorhaben (u.a. Kommunen, Vereine, Unternehmen, private Personen). Die LAG selbst stellt keine juristische Person dar. Zwischen der LAG (als Interessengemein­schaft resp. Initiativgruppe) entstehen keine Rechtsverhältnisse. Das Zusammenwirken der betreffenden Akteure basiert allein auf der gemeinschaftlich erarbeiteten und einstimmig beschlossenen Geschäftsordnung.

Das Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe „Wittenberger Land“ umfasst rund 59 Prozent der Flä­che des Landkreises Wittenberg (in der seit 01. 07. 2007 geltenden Gebietsstruktur) im Bundesland Sachsen-Anhalt. In ihm leben rund 82.600 Einwohner (rd. 57 Prozent der Bevölkerung des Landkreises). Der Verlauf des LAG-Gebietes ist mit allen umgebenden Lokalen Aktionsgruppen im Land Sachsen-Anhalt abgestimmt. Es bestehen keine Überschneidungen oder Konfliktsituatio­nen mit anderen Leader-Gruppen.

Das von der Lokalen Aktionsgruppe umschlossene Gebiet stellt ein zusammenhängendes Territorium dar, welches zum einen Teil  des Landkreises Wittenberg östlich der Elbe bis an die Grenze mit dem Land Brandenburg und zum anderen einen südwestlich verlaufenden „Entwicklungskeil“ zwischen den drei angrenzenden Aktionsgruppen „Dübener Heide“, „Mitt­lere Elbe/Fläming“ und „Anhalt“ umfasst. Mit dieser Flächenkonstellation hat die Lokale Akti­onsgruppe bereits erfolgreich im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gearbei­tet. Das betreffende Gebiet war vom Land Sachsen-Anhalt und von der Europäischen Kom­mission als LEADER+ – Fördergebiet anerkannt.